Forschung

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über meine Arbeits- und Forschungsfelder sowie über ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen Fragen der Pflegepädagogik, Pflegedidaktik und Pflegebildung. Dabei verbinde ich theoretische, empirische, historische und entwicklungsbezogene Zugänge.

Arbeits- und Forschungsfelder

Pflegedidaktik und Pflegebildung

Ein zentraler Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Frage, wie Bildung im Berufsfeld Pflege pädagogisch und fachlich fundiert gestaltet werden kann. Dabei interessieren mich insbesondere Grundfragen der Pflegedidaktik, ihre Beziehung zur Allgemeinen Didaktik sowie die Weiterentwicklung der Pflegebildung in Schule, Hochschule und Praxis.

Professionalisierung und Pflegelehrendenbildung

Ein weiteres Arbeitsfeld betrifft die Professionalisierung von Lehrenden im Pflegeberuf. Im Mittelpunkt stehen die Berufseinmündung von Pflegelehrenden, Fragen pädagogischer Identitätsentwicklung sowie die Gestaltung von Lehrer*innenbildung im Spannungsfeld von Pflegepraxis, Wissenschaft und Bildungsauftrag.

Curriculumentwicklung

Ich beschäftige mich mit der Entwicklung, Analyse und Reflexion curricularer Strukturen in Pflegebildung und Pflegestudium. Dabei geht es um die Frage, wie Bildungsgänge, Module, Lehrpläne und Prüfungsformate so gestaltet werden können, dass sie fachlich fundiert, bildungstheoretisch reflektiert und professionsbezogen anschlussfähig sind.

Aufgabenkultur im Unterricht

Ein eigenständiger Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Analyse von Lernaufgaben im Unterricht. Mich interessiert, welche fachlichen und pädagogischen Vorstellungen sich in Aufgabenstellungen zeigen, welche Lernbewegungen sie eröffnen oder begrenzen und wie eine pflegedidaktisch reflektierte Aufgabenkultur entwickelt werden kann.

Simulation und Skills Training

Ein weiteres Arbeits- und Forschungsfeld betrifft Simulation und Skills Training aus pflegedidaktischer Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie handlungsbezogene Lernprozesse gestaltet werden können, die fachliches Lernen, Reflexion und professionelles Urteil in besonderer Weise miteinander verbinden.

Technologiegestützte Lehr-Lernformate

Ich beschäftige mich zudem mit digitalen und technologiegestützten Lehr-Lern-Formaten in Pflegebildung und Hochschullehre. Dazu gehören Fragen digitaler Lernumgebungen, KI-basierter Systeme sowie neuer technischer Möglichkeiten für die Gestaltung und Reflexion von Bildungsprozessen.

Historische und diskursanalytische Zugänge

In Forschung und Lehre spielen für mich historische und diskursanalytische Perspektiven eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen es, Entwicklungen in Pflegebildung und Professionalisierung nicht nur gegenwartsbezogen, sondern auch in ihrer historischen Genese und diskursiven Struktur zu verstehen. Hierzu gehört auch mein Interesse an der Denkstilentwicklung im Pflegeberuf.

Forschungs- und Entwicklungsprojekte

Bildungswege und berufliche Situation der Lehrenden in der Fachrichtung Pflege (BiLeP)

Status: laufend
Laufzeit: November 2024 bis April 2028

Das Projekt BiLeP untersucht umfassend die Ausbildungs-, Berufs- und Qualifizierungssituation von Lehrpersonen der beruflichen Fachrichtung Pflege. Es richtet den Blick auf Bildungswege und berufliche Situation von Lehrenden und trägt damit zu einem vertieften Verständnis der Lehrer*innenbildung im Berufsfeld Pflege bei.

Auftraggeber: Bundesinstitut für Berufsbildung
Konsortium: Dienstleistung, Innovation, Pflegeforschung GmbH (DIP), Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU), Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops, Prof. Dr. Roland Brühe, Prof. Dr. Tobias Hölterhof, Frank Arens
Projektmitarbeit: Tobias Tirtey, Daniela Thomas (ausgeschieden), Verena Clemens-Weiss, Robert Wietzke, Tanja Lehnen, Pia Goetze, Lisanna Kaufmann

Digitale Bildungsoffensive Rheinland-Pfalz (DiBiO Pflege / DiBiO Gesundheitsberufe)

Status: laufend
Laufzeit: Mai 2024 bis September 2027

DiBiO Pflege steht für die Digitale Bildungsoffensive Pflege 2024 Rheinland-Pfalz, seit 2026 ergänzend für die Gesundheitsberufe. Das Projekt befasst sich mit der Weiterentwicklung digitaler Bildung im Bereich Pflege und Gesundheitsberufe. Es richtet den Blick auf die didaktisch sinnvolle Gestaltung digital gestützter Lehr-Lern-Prozesse.

Auftraggeber: Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz
Auftragnehmer: Dienstleistung, Innovation, Pflegeforschung GmbH (DIP)
Projektleitung: Prof. Dr. Roland Brühe, Prof. Dr. Tobias Hölterhof, Prof. Dr. Frank Weidner
Projektmitarbeit: Nelly Harder, Thomas Kroll, Eva Singer, Brigitte Winkelhaus

Erkundungen zum Einsatz des Roboters Reachy Mini in der Hochschullehre

Status: im Aufbau / laufend

Dieses Projekt befasst sich mit dem Einsatz des Roboters Reachy Mini in der Hochschullehre. Im Mittelpunkt stehen didaktische Erkundungen zu der Frage, welche Potenziale, Grenzen und Irritationen mit dem Einsatz eines robotischen Systems in Lehr-Lern-Prozessen verbunden sind.

Das Projekt verbindet hochschuldidaktische Erprobung, reflexive Begleitung und wissenschaftliche Perspektiven auf die Veränderung von Bildung durch KI- und robotikbezogene Technologien. Dabei geht es nicht um Technik als Selbstzweck, sondern um die Frage, wie solche Systeme in pflegepädagogischen Kontexten sinnvoll und kritisch erschlossen werden können.

Projektleitung: Prof. Dr. Roland Brühe

Denkstilentwicklung im Pflegeberuf

Status: laufend
Laufzeit: 2016–2017 in Einzelarbeit, seit 2022 als Lehrforschungsprojekt

Das Projekt zur Denkstilentwicklung im Pflegeberuf unternimmt die diskursanalytische Rekonstruktion der Entwicklung von Tatsachen und beruflicher Identität in der Pflege. Es geht um die Frage, wie pflegerische Denk- und Deutungsmuster entstehen und welche Bedeutung sie für Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik und professionelles Selbstverständnis haben.

Gegenstand der Untersuchung war bislang die Thematisierung von Aspekten der Mobilität, insbesondere Dekubitusprophylaxe, in pflegerischen Fachmedien. Aktuell steht die Auseinandersetzung mit dem Themenbereich Pflegeprozess im Vordergrund, wofür zunächgst Fachmedien (Print) und Online-Ressourcen diskursanaltyisch betrachtet wurden. Ab dem Wintersemester wird das Projekt um Gruppendiskussionen erweitert, um kollektive Orientierungen und gemeinsam getragene Deutungsmuster noch differenzierter rekonstruieren zu können.

Projektleitung: Prof. Dr. Roland Brühe, Tobias Tirtey
Projektmitarbeit: Studierende und Alumni der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (ständige Projektgruppe mit wechselnden Mitgliedern)

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung Lehrerbildung Pflege/Gesundheit (DNQL)

Status: Mitarbeit 2021 bis April 2024, beendet

Das DNQL zielte auf die Entwicklung von Vorschlägen für Studienstrukturmodelle der Ausbildung von Lehrer*innen im Bereich Pflege und Gesundheit. Die erarbeiteten Vorschläge wurden innerhalb der Fachgemeinschaft diskutiert und zur Konsentierung gestellt.

Das Projekt steht im Zusammenhang mit meinem Interesse an Lehrer*innenbildung, Professionalisierung und curricularer Strukturentwicklung im Feld der Pflege- und Gesundheitsberufe.

Initiatoren und Projektleitung: Prof. Dr. Roland Brühe, Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops, Prof. Dr. Elfriede Brinker-Meyendriesch, Frank Arens

Weblogs in der Pflegeausbildung

Status: abgeschlossen
Laufzeit: September 2022 bis Dezember 2023

Dieses Projekt untersuchte die Nutzung von Weblogs in der Pflegeausbildung zur zielgruppenrelevanten Veröffentlichung von Arbeitsergebnissen Auszubildender. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche pädagogischen Potenziale digitale Veröffentlichungsformate in pflegebezogenen Lernprozessen entfalten können.

Projektförderung: Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (interne Förderung)
Projektleitung: Prof. Dr. Roland Brühe, Prof. Dr. Tobias Hölterhof
Projektmitarbeit: Eva Singer, Daniela Thomas

Arbeitsblätter im Pflegeunterricht

Status: abgeschlossen
Laufzeit: November 2019 bis September 2020

Das Projekt Arbeitsblätter im Pflegeunterricht rekonstruierte den Einsatz von Arbeitsblättern im Pflegeunterricht als Ausdruck einer spezifischen Aufgabenkultur. Es ging darum, Lernaufgaben nicht nur als Unterrichtsmaterialien, sondern als Ausdruck didaktischer und fachlicher Grundannahmen zu verstehen.

Projektförderung: Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (interne Förderung)
Projektleitung: Prof. Dr. Roland Brühe, Prof. Dr. Tobias Hölterhof
Projektmitarbeit: Daniela Thomas

Publikationen und weitere Hinweise

Eine Auswahl meiner Veröffentlichungen finden Sie in meinem ORCID-Profil.

Hinweise auf wissenschaftliche Gespräche, Transferformate und fachbezogene Diskussionen finden Sie außerdem im Videopodcast „Pflege-Bildung“.