iPadOS: Betriebssystem mit Wartezimmer

Das iPad hat ein eigenes Betriebssystem bekommen. Mit der Version 13 des iPhone-Betriebssystems iOS erhielten die Apple-Tablets iPadOS, ebenfalls als Version 13 gekennzeichnet. Für mich als #ipadonly-Anwender bringt das viele Neuerungen mit sich, die mein iPad Pro noch mehr zum main digital device machen. Und diese Neuerungen machen das Arbeiten mit dem iPad in der Tat noch komfortabler. Alleine: Es braucht auch die Apps, die all dies schöne Neue integrieren und nutzbar machen: iPadOS hat insofern ein App-Wartezimmer mitgebracht.

Was ist das Neue bei iPadOS? Nun, in vielen Beiträgen auf Weblogs und auf YouTube-Kanälen wurde und wird darüber berichtet. Beispielhaft soll hier ein aktuelles Video von Lars Bobach angeführt werden, das Funktionen aufführt, die auch für mich bedeutsam sind. Dies soll für einen ersten Einblick in die neuen Funktionen genügen.



Meinen Blick will ich hier nun auf das richten, was ich App-Wartezimmer nenne.

Die Möglichkeit, eine App in mehreren Instanzen laufen und anzeigen zu lassen, finde ich toll. Vor wenigen Tagen hat meine PDF-App (PDF Expert) ein Update ausgeliefert, damit ist diese Funktion nun möglich. Und das ist für die iPad-Nutzungsumgebung tatsächlich eine ungemein praktische Sache. Während ich auf der einen Bildschirmhälfte eine PDF-Datei als Grundlage nutze, habe ich auf der anderen Hälfte eine PDF-Datei geöffnet, in der ich auf einer eingefügten Seite Notizen anfertige. Das gelingt ganz elegant.

Genau eine solche Funktion wünsche ich mir bei meinen Office-Apps von Microsoft, die für mein tägliches Arbeiten essentiell sind. Alleine das Nebeneinander von zwei Word-Dokumenten – auf einem PC eine Selbstverständlichkeit – würde manche meiner Arbeitsprozesse deutlich erleichtern. Beispielsweise arbeite ich gerade zu Beginn der Vorlesungszeit oft mit meinen Worddateien, in denen ich die Semesterplanung der Module tabellarisch darstelle und möchte parallel Arbeitsaufträge bzw. Arbeitsblätter erstellen oder überarbeiten. Dies gestaltet sich wegen der fehlenden Parallelität weiterhin etwas umständlich. Ähnlich zeigt es sich mit meiner Immer-noch-Lieblings-Notiz-App OneNote. Hier würde ich auch gerne mal zwei Notizen nebeneinander sehen und bearbeiten können. Ich hoffe, Microsoft legt hier alsbald nach und veröffentlicht entsprechende Updates. Immerhin ist es ja gerade diese kontinuierliche Aktualisierung, die den Zweck und auch Reiz des Office 365-Abonnements ausmacht.

Eine weitere App, die im App-Wartezimmer von iPadOS herumsitzt, ist der Client des Clouddienstes meiner Hochschule: ownCloud. Zwar ist gerade ein Update veröffentlicht worden, eine geschmeidige Integration in die neuen Dateiverwaltungsstrukturen ist damit jedoch nicht geschehen. Gleichwohl sich der Client in die Dateien-App von iPadOS einfügt, erfolgt die Anzeige des Cloudinhalts jedoch relativ unzuverlässig. Darüber hinaus werden Dateien, die ich per Drag and Drop (eine tolle Möglichkeit zum Bewegen von Dateien!) vom iPad-Speicher in den ownCloud-Speicher verschiebe nicht durchgängig korrekt übermittelt. Mal fehlt die Dateiendung, mal hat die Datei eine Größe von 0 Byte. Oder es geschieht, dass eine Datei, die ich vom Cloudspeicher auf die Lernplattform der Hochschule im Safari-Browser verschiebe, in einem nicht für alle Studierenden zu öffnenden Format am Ziel ankommt. Zumindest bin ich von den ownCloud-Entwicklern gebeten worden, meine Erfahrungen mit der neuen Version rückzumelden. Mal schauen, was damit geschieht.

Jenseits des App-Wartezimmers gefällt mir das neue Betriebssystem aber sehr! Ich liebe den neuen Homescreen mit den Widgets am linken Rand und der größeren Anzahl kleinerer App-Icons. Ich liebe die Darstellung von Webseiten in Safari als vollwertige Webseiten. Ich liebe die Möglichkeit, einen USB-Stick anschließen und als Datenspeicher verwenden zu können. Neben all den anderen schönen Dingen sei kurzum gesagt: Ich liebe das neue Look-and-Feel, das mit iPadOS Einzug gehalten hat. Für meine #ipadonly-Nutzung ist iPadOS ein Gewinn und eine Bestätigung.

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